Sänger der Freiheit – Hoffmann von Fallersleben

Details

Mittwoch, den 18. Januar 2023
Nachmittag des Seniorenkreises
15:30 Uhr „Kaffee & Kuchen“
17:00 Uhr „Wilhelm Busch“
Eintritt frei

Forum Naurod, Kellerskopfstr. 4, 65207 Wi-Naurod

„Man ist ja von Natur kein Engel“

Wilhelm Busch - ein Portrait in Gedichten


W
ILHELM BUSCHS BILDERGESCHICHTEN KENNT JEDER. Viele sind in ihrer Kindheit den ironischen und heiteren Figuren, die seiner Feder und seinem Pinsel entsprangen, begegnet. In der Verbindung von Zeichnungen und Versen, von Poesie und Malerei findet Wilhelm Buschs eigentliches Können seinen Ausdruck. Er ist ein begnadeter Karikaturist, sowohl in kunstfertigen Worten als auch mit treffsicherem Strich. Mit seinen gereimten Bildergeschichten, seinen Versepen, schuf er etwas Einmaliges in der deutschen Literatur. - Eines der bekanntesten Werke ist wohl seine “Bubengeschichte in sieben Streichen” mit dem Titel: Max und Moritz.

Ach, was muss man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hießen; 

Mit den sieben Streichen der beiden Buben beginnt das etwa einstündige Programm, welches Buschs Leben und Werk anschaulich und unterhaltend vorstellt. Heiter-ironische, aber auch einige nachdenkliche Gedichte werden in Wilhelm Buschs Lebenslauf eingeflochten. An sein Doppelwirken, als Maler und Dichter, erinnern seine Bildergeschichten. 
So heißt es zum Beispiel am Ende des ersten Kapitels von Maler Klecksel: 

Darum, o Jüngling, fasse Mut;
Setz auf den hohen Künstlerhut
Und wirf dich auf die Malerei;
Vielleicht verdienst du was dabei!

Und der letzte Satz des erste Kapitel von Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter lautet: 

Oh, wie beglückt ist doch ein Mann,
Wenn er Gedichte machen kann! 

Viel Heiterkeit und Lust zum Mitsprechen erzeugen die vertrauten Geschichten von „Fink und Frosch“ oder die vom Vogel auf dem Leim, den bald der Kater frisst. Sie sind vielen aus ihrer Kindheit bekannt. Mit einigen Versbeispielen, die aufzeigen, wie Wilhelm Buschs Reime in die Alltagssprache eingewoben sind, endet das Dichterportrait.